Eritreische Kaffeezeremonie

Der Caritasverband Lübeck e.V. veranstaltete im Zuge des Interkulturellen Sommers ein Kaffeetrinken auf eritreisch. Ganz im Sinne der Tradition nutzten alle Besucher einen lebhaften Gesprächsaustausch untereinander und nutzten, die Möglichkeit von den eritreischen Frauen, viel von der ganz speziellen Kaffeezubereitung zu erfahren.

Kaffee ist für die Eritreer eine Delikatesse, so dass eine Einladung zum Kaffee ein Zeichen von Freundschaft und eine Ehre ist. Der eritreische Kaffe „Bunn“ wird von einer Frau angerichtet. Nachdem die grünen Kaffeebohnen gewaschen worden sind, werden sie in einem Topf „Menkeshkesh“ geröstet. Das Aroma der dunklen Bohnen wird anschließend beim Rumreichen von allen aufgenommen. Dann werden die Bohnen zerstampft oder gemahlen und auf eine spezielle Matte „Meshrefet“ verteilt. Sie dient dazu den Kaffe zusammen mit dem Wasser in die Tonkanne „Jebena“ zu schütten.

Die Tonkanne wird sehr langsam auf einer Feuerstelle erhitzt und der Kaffee mit dem Wasser immer wieder bewegt, um das volles Aroma zu entwickeln. Die meditativ anmutende Zubereitung, die sich bis zu drei Stunden erstrecken kann, wird für gute Gespräche mit den Freunden genutzt.

Nebenbei wird auf einem Stück Holzkohle in einem separaten Behälter Weihrauch entzündet, dessen Duft langsam den Raum erfüllt.

Der fertige Kaffee wird in kleine Tassen mit viel Zucker gereicht.

Nach der liebevollen Zubereitung genoßen alle den Kaffee mit den von den eritreischen Frauen zubereiteten süßen Broten „Hambascha“ und Popcorn.

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